Die meisten Erwachsenen, die zu uns kommen, haben ihre Beschwerden nicht erst seit gestern. Rückenschmerzen, die immer wiederkehren. Verspannungen im Nacken, die sich auch nach dem Wochenende nicht lösen. Kopfschmerzen, die sich an den Wochenanfang halten. Verdauungsbeschwerden, für die sich keine Ursache finden lässt. Schlaf, der nicht mehr trägt. Häufig liegt vieles davon hinter den Patientinnen und Patienten, Massage, Krankengymnastik, Schmerzmittel, Diäten, manchmal eine Operation, ohne dass sich grundlegend etwas verändert hat.
Hier setzt die osteopathische Arbeitsweise an. Wir verstehen den Körper als ein zusammenhängendes System, in dem vieles über Faszien, Bänder, Nerven und Gefäße verbunden ist. Nach osteopathischem Verständnis kann eine Beschwerde an einer Stelle mit einer ganz anderen Stelle zusammenhängen, etwa Spannungskopfschmerzen mit dem Kiefer, Rückenschmerzen mit einer alten Knöchelverletzung oder eine eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule mit einer Operationsnarbe im Bauch.
Die Aufgabe in der Behandlung ist, diese Zusammenhänge zu erkennen und einzubeziehen. Deshalb nehmen wir uns beim ersten Termin mehr Zeit, als viele es aus der klassischen Medizin gewohnt sind.

Eine osteopathische Behandlung gliedert sich in drei Bereiche, die nicht nacheinander, sondern ineinander greifen. Welcher Schwerpunkt im Vordergrund einer Sitzung steht, ergibt sich aus dem Befund, nicht aus einem festen Schema.
Arbeit am Bewegungsapparat. Über manuelle Techniken behandeln wir Gelenke, Muskeln, Bänder und Faszien. Hier setzen wir an bei klassischen orthopädischen Beschwerden, also bei Bandscheibenproblemen, Iliosakralgelenk Blockaden, chronischen Verspannungen, Tennisarm, Schulterproblemen oder Kopfschmerzen mit Ursprung im Nacken. Die parietalen Techniken reichen von sehr feinen Mobilisationen bis zu gezielten Impulstechniken. Was wir tun, hängt vom Gewebe ab, nicht von einer Vorliebe.
Arbeit an den inneren Organen. Die viszerale Osteopathie ist der Bereich, der für Außenstehende oft am überraschendsten ist. Magen, Darm, Leber, Niere und Beckenorgane haben eine eigene Beweglichkeit und sind über Bänder und Faszien aufgehängt. Nach osteopathischem Verständnis können Spannungen in diesen Aufhängungen auch entfernte Bereiche beeinflussen, etwa Schulter, Nacken oder den unteren Rücken. Operationen, alte Entzündungen oder langes Sitzen sind häufige Anlässe, diesen Bereich in die Behandlung einzubeziehen.
Arbeit am craniosacralen System. Die feinste Ebene der osteopathischen Arbeit. Sie bezieht sich auf die Verbindungen zwischen Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein. Mit sehr leichtem Kontakt arbeiten wir hier besonders sanft. Wir setzen diese Form der Behandlung häufig ergänzend ein, etwa bei Stress, anhaltender Anspannung, Schlafproblemen, Kopfschmerzen oder nach Operationen und Unfällen.
In der Praxis wechseln wir innerhalb einer Sitzung zwischen den drei Ebenen. Nach osteopathischem Verständnis können Beschwerden an einer Stelle mit Spannungen an einer ganz anderen Stelle zusammenhängen, etwa Schulterbeschwerden mit dem Bauchraum oder Ischiasbeschwerden mit dem Kreuzbein. Diese Zusammenhänge in der Behandlung zu berücksichtigen, ist der Kern des osteopathischen Ansatzes.
Osteopathie eignet sich besonders für funktionelle Beschwerden, also für Themen, bei denen die Strukturen grundsätzlich gesund sind, aber nicht mehr richtig zusammenarbeiten. Häufige Anlässe in unserer Praxis:
Chronische Rückenschmerzen, Bandscheibenbeschwerden ohne OP Indikation, Iliosakralgelenk Blockaden.Spannungskopfschmerzen, Migräne, Schwindel mit Ursprung im Nacken.Schulter und Nackenverspannungen bei Bildschirmarbeit, Tennisarm, Karpaltunnelbeschwerden.Funktionelle Verdauungsbeschwerden, Reizdarm, Sodbrennen, chronische Verstopfung.Beckenboden und Blasenbeschwerden, funktionelle Frauenheilkunde.Atembeschwerden ohne organische Ursache, das Gefühl nicht durchatmen zu können.Folgen von Operationen, Narben, die ziehen oder die Beweglichkeit einschränken.Folgen von Unfällen, Schleudertrauma, Stürzen.Schlafprobleme, Stresssymptome, das Gefühl im eigenen Körper nicht mehr zur Ruhe zu kommen.Begleitung in Lebensphasen mit hoher körperlicher Belastung, intensive Trainingsphasen, anstrengende Berufsjahre, Wechseljahre.
Die Liste ist nicht vollständig. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Beschwerden osteopathisch behandelbar sind, rufen Sie uns an. Wir geben offen zurück, wenn ein anderer Weg sinnvoller wäre.
Osteopathie ersetzt keine ärztliche Diagnostik. Bei akuten, starken oder neu auftretenden Schmerzen, bei Lähmungserscheinungen, bei Verdacht auf entzündliche, infektiöse oder tumoröse Erkrankungen gehört der erste Weg zum Arzt. Wir behandeln keine Brüche, keine akuten Bandscheibenvorfälle mit neurologischen Ausfällen, keine entzündlichen Erkrankungen in der akuten Phase. Wenn wir im Befund Hinweise auf Themen finden, die ärztlich abgeklärt werden sollten, sagen wir das. Eine ehrliche Grenze gehört zu einer guten Behandlung.

Die Vergütung pro Behandlung schwankt je nach Region in Deutschland, Zeitaufwand und Therapeut zwischen 85,00 € - 150,00 €.
Die erste osteopathische Behandlung beinhaltet je nach Beschwerden:
* Anamnese (ca 10 min),
* körperliche Untersuchung (ca 10-15min)
* Behandlung
Kosten: 60-70 min - 100,00€
Eine weitere reguläre osteopathische Behandlung dauert ca. 55 min - 60 min und kostet 100,00€.
Der Preis für osteopathische Behandlung privat versicherten Patienten ist ein Vereinbarungspreis. Die Abrechnung erfolgt gemäß der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH).
Vor Behandlungsbeginn werden wir mit Ihnen eine genaue Kostenabsprache treffen.
Alle unsere Osteopathen sind auf Grund ihrer Qualifikation inklusive 5-jährigem Osteopathiestudium für gesetzliche und private Krankenkassen als zertifizierte Osteopathen/innen zugelassen. Viele private und seit 2012 auch gesetzliche Krankenkassen erstatten einen Teil der Kosten - manche bis zu 360 €.Sie können sowohl mit als auch ohne ärztliche Überweisung unsere Leistungen in Anspruch nehmen.
Hier informieren: https://www.osteopathie-krankenkasse.de/kostenuebernahme/
Die Bezahlung für unsere Leistung erfolgt gleich nach der Behandlung in bar oder mit Karte. Mit unserer Zahlungsbestätigung wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse,die Ihre Kosten entweder vollständig oder teilweise übernimmt. Die genauen Konditionen variieren je nach Kasse.Es empfiehlt sich, vorab bei Ihrer Krankenkasse die Erstattungsbedingungen zuklären. Einige gesetzliche Krankenkassen benötigen für ihre Abrechnung zusätzlich zu der Zahlungsbestätigung eine ärztliche Verordnung für Osteopathie.
Es befinden sich mehrere kostenlose Parkplätze im Hof.