Bedeutung der Mineralstoffe

Schüßler Salze sind in unserer Friedrichstadter Praxis kein Hauptbehandlungsweg, sondern eine sanfte Begleittherapie. Wir empfehlen sie ausschließlich dort, wo sie aus unserer Erfahrung sinnvoll ergänzen, nie als Ersatz für eine indizierte schulmedizinische Behandlung und nie als Allheilmittel.

Die Methode wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Oldenburger Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler entwickelt. Sein Grundgedanke: Viele körperliche Beschwerden gehen mit einer veränderten Mineralstoffverteilung in den Zellen einher. Über zwölf fein potenzierte mineralische Funktionsmittel soll diese zelluläre Mineralstoffregulation unterstützt werden. Wissenschaftlich ist das Konzept nicht eindeutig belegt, viele Patientinnen und Patienten berichten dennoch über positive Erfahrungen, vor allem in Lebensphasen mit erhöhter Belastung. Wir gehen mit dieser Spannung offen um. Wer Schüßler Salze für sich ausprobieren möchte, erhält bei uns eine fundierte Beratung. Wer skeptisch ist, dem empfehlen wir andere Wege.

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Wann Schüßler Salze sinnvoll sein können

Aus unserer praktischen Erfahrung profitieren Patientinnen und Patienten besonders in folgenden Situationen von einer begleitenden Schüßler Therapie:

In Lebensphasen mit hohem Mineralstoffbedarf. Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstumsphasen bei Kindern, Wechseljahre, anstrengende Trainings oder Wettkampfphasen, Genesung nach Krankheiten oder Operationen. In all diesen Phasen hat der Körper einen erhöhten Umsatz, und eine sanfte Begleittherapie kann sich stabilisierend auswirken.

Bei stressbedingten und vegetativen Themen. Innere Unruhe, Schlafprobleme, allgemeine Erschöpfung, ein Gefühl von „nicht mehr aufladen können". Die Schüßler Therapie wird hier oft als angenehm regulierend empfunden, vor allem in Kombination mit osteopathischer oder craniosacraler Behandlung.

Begleitend in der osteopathischen Behandlung. Wir setzen Schüßler Salze gerne ergänzend ein, wenn sich aus der Anamnese und der Antlitzdiagnostik Hinweise auf eine bestimmte mineralische Schwerpunktbelastung ergeben. Sie unterstützen den Behandlungsverlauf, ersetzen aber keine osteopathische Sitzung.

Bei Kindern und Babys. Schüßler Salze sind durch ihre niedrige Dosierung gut verträglich und werden von Kindern in der Regel problemlos angenommen, etwa bei Zahnungsbeschwerden, in Wachstumsschüben, bei häufigen Erkältungen oder Unruhephasen. Für Babys verwenden wir Tabletten auf Basis von Kartoffelstärke, wenn Milchzuckerunverträglichkeit besteht.

Was Schüßler Salze nicht leisten. Sie ersetzen keine Behandlung manifester Erkrankungen. Bei Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, akuten Infektionen, hormonellen Störungen oder chronischen entzündlichen Erkrankungen gehört der erste Weg zum Arzt. Auch bei nachgewiesenen Mangelzuständen, etwa Eisen oder Vitamin D Mangel, sind Schüßler Salze keine geeignete Therapie. Hier braucht es entsprechend dosierte Präparate, die wir gegebenenfalls empfehlen.

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Wie wir die Auswahl treffen

Welche der zwölf Salze und in welcher Häufigkeit für Sie sinnvoll sind, entscheiden wir nicht aus dem Bauch heraus. Die Auswahl basiert auf zwei Säulen.

Die Anamnese. Ein ausführliches Gespräch über aktuelle Beschwerden, Lebenssituation, Stresslevel, Schlaf, Verdauung, Belastungen der letzten Monate. Daraus ergeben sich oft bereits klare Hinweise auf bestimmte Schwerpunkte.

Die Antlitzdiagnostik. Eine Methode, die innerhalb der Schüßler Therapie traditionell ergänzend eingesetzt wird. Bestimmte Mineralstoffmuster zeigen sich nach dieser Lehre an typischen Veränderungen im Gesicht, an Hauttönung, an feinen Linien oder einzelnen Hautregionen. Auch hier gilt: Die Methode ist erfahrungsbasiert, nicht streng wissenschaftlich validiert. Sie funktioniert für uns als praktisches Auswahlinstrument im Rahmen der Schüßler Therapie und nicht als medizinische Diagnostik.

Auf dieser Grundlage stellen wir Ihnen ein individuelles Einnahmeschema zusammen, in der Regel zwei bis vier Salze, mit klaren Angaben zu Tagesdosis und Anwendungsdauer. Nach einigen Wochen besprechen wir den Verlauf und passen das Schema bei Bedarf an. Wir empfehlen keine Daueranwendungen ohne Anlass und keine umfangreichen Kombinationen, die in der Praxis selten sinnvoll sind.

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FAQ

Häufige Fragen & Antworten - Biochemie nach Dr. Schüßler


Für wen sind die Schüßler Salze geeignet?
Wie entscheide ich, welche Salze ein Patient oder eine Patientin?
Kann man Schüßler-Salze überdosieren?